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Juhuuuu, wir haben ihn wieder zu Hause!

2 Wochen stand der Michel auf Mettis Hof, weil wir wegen der Organisation einer Großveranstaltung keine Zeit für ihn hatten. Dann hat es noch einmal 2 Wochen gedauert, in denen wir diagnostiziert, Ersatzteile (aus)gesucht, bestellt und auf selbige gewartet, den Michel repariert und nebenbei noch einige Roststellen aufgedeckt und beseitigt haben. So hat der Michel jetzt eine neue Lichtmaschine und den dazugehörigen Regler, zum Teil eine neue Bremsleitung, einen neuen Bremsschlauch und einige Kleinteile, die sowieso noch ersetzt werden mussten, z.B. Pedalgummis u. Sitzschienen.

IMAG1508 KopieTine unterm Michel

Vielen Dank hier noch mal an Metti und Rainer, die uns unermüdlich zur Seite stehen!

IMAG1507(1) KopieRainer und Metti

Im Oktober ist der TÜV fällig, das sollte kein Problem sein, aber dafür sind noch einige Schönheitsreparaturen sinnvoll. Der Michel soll ja schon einen guten Eindruck machen. Er soll von außen doch genau so fit aussehen wie er in seinen Eingeweiden ist.

2014-09-10 12.01.08größte /schlimmste Roststelle … wenns mehr nicht ist

Wenn der TÜV erledigt ist, machen wir uns an Michels Innenleben. Im Großen und Ganzen kann er so bleiben, allerdings werden wir definitiv die Dusche demontieren, wir brauchen mehr Platz. Und unser Hündchen Motte kriegt dann ihren eigenen Thron, von dem sie nicht ständig verjagt wird, weil die blöden Menschen mal wieder an irgendeine Klappe oder einen Schrank dran müssen.

Die letzten 4 Wochen haben uns gelehrt, dass man mit einem so alten Schätzchen nicht wirklich gut planen kann. Das war uns auch vorher schon klar, theoretisch. In der Praxis hieß das für uns, eine Großverantaltung mit allen Treffen und Besprechungen, logistischen Belangen und allem was dazu gehört, mit Fahrrädern zu schaffen. Das ging, war aber äußerst unschön! Außerdem mussten wir wegen der vielen Schrauberei auf vieles verzichten, auf das wir uns schon sehr gefreut hatten  (z.B. ein Festival und der NRW-Slam, bei dem eine von uns geschickte Slammerin dann ganz ohne uns antreten musste, kein wirkliches Drama, aber für uns nicht schön).

Und noch etwas hat uns die erste schraubintensive Zeit gelehrt:

Tine findet das Schrauben toll und will alles lernen und wissen. Dominique hingegen ist eher weniger autoschraubbegeistert. Er schraubt lieber an der Mechanik von Instrumenten.

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden….

Hamm, 14.09.2014

Der Michel

Der Michel ist ein Mercedes 508, Baujahr 1972, ein Oldtimer also.

Wir stießen im Mai 2014 während unserer Internetrecherche auf ihn und fanden ihn direkt großartig. Da er aber 400km weit entfernt stand und wir nicht „mal eben“ vorbeifahren wollten, nur um dann wieder einmal zu sagen, nee, der ist nix, haben wir den Link erst einmal dem Daniel geschickt und ihn nach seiner Meinung gefragt.

Daniel wohnt in Köln und hat sich auf eben diese Mercedes-Baureihe spezialisiert und hat echt Ahnung!

Daniels Antwort hat uns erstmal vom Hocker gehauen: „Ich bin gerade da in der Ecke, ich schau mir den mal an. Also, Besichtigungstermin, Probefahrt und dann das Urteil: „Jau, der könnt es sein!“

2014-05-31 08.55.41Motte und Michel und Monsterwohnmobil

Nach einigem Hin- und Hergemaile mit dem Vorbesitzer war dann klar, wir holen den Michel zu uns.

Uns fehlte allerdings noch etwas Geld und so riefen wir zu einer Geldleihaktion im Freundeskreis auf. Die Reaktionen waren umwerfend! Insgesamt 150€ bekamen wir sogar geschenkt, weil „es einfach eine tolle Sache ist“. So hatten wir das Geld innerhalb von wenigen Tagen beisammen. Dank an euch liebe Menschen mit dem lockeren Geldbeutel!

Wir sind also nach Heilbronn gefahren und wurden erst einmal von J.K., dem Vorbesitzer abgeholt. Da wir nicht wissen, ob er hier gern genannt werden möchte, kürzen wir ihn einfach mal ab.

Natürlich hatten wir ein bisschen Angst, denn schließlich hatten wir die Katze im Sack gekauft, ungesehen! Aber der Michel war genau so wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Beschreibungen und Fotos waren in keiner Weise geschönt.

J.K. hat den Michel 1979 von Michelin gekauft und ihn ausgebaut, mit Küche, Bett, Dusche und allem Pipapo. Und seitdem hat er und später auch seine (darin gegründete) Familie unheimlich viel mit dem Michel erlebt. In Marokko, China und vielen anderen Ländern sind sie im Lauf der Zeit gewesen. Da er inzwischen viel arbeitet und keine Zeit für ausgedehnte Urlaube hat (mit dem Michel kommt man ja auch nur langsam voran), stand der Michel meist in seinem Winterquartier.

Wir können euch sagen, das war ein schwerer Abschied vom Michel! „Wir verkaufen euch unsere Jugend.“ war der Satz, der uns zum Schlucken gebracht hat. Naja, 35 Jahre sind ja auch schon eine Hausnummer! Wir versprachen, ihn auf dem Laufenden zu halten und Bilder zu schicken und erzählten von dem Plan, einen Blog zu schreiben. So standen J.K. und seine Frau am Straßenrand und verdrückten sich so manche Träne, als wir nach vielen tollen Tips und einer Einführung, wie man den Michel am besten behandeln sollte, einstiegen.

2014-05-24 18.49.56 10500492_723920644313180_6980970406926886001_n

…die ersten Fahrten…

Der Michel ist ein Opa, weshalb er auch besondere Zuwendung braucht. Im Laufe des Sommers 2014 hat er uns einige seiner Macken, Roststellen und Bedürfnisse gezeigt. Und so machen wir uns jetzt daran, das Ganze in Angriff zu nehmen.

Eine neue Lichtmaschine muss her, die Bremsleitungen sind nicht mehr so ganz fit, der Rost muss weg und im Zuge dessen bekommt der Michel eine neue Farbe. Im Moment steht er auf dem Hof unseres Lieblingsschraubers Metti, wo wir ihn mehrmals wöchentlich besuchen und nach und nach lernen, wie wir die Dinge reparieren.

ohne ns 2014-09-03 09.19.38 2014-09-06 14.07.06 IMG-20140902-WA0003 kop

Spannend!

So, bis hierhin, Fortsetzung folgt…

Hamm, 07.09.2014

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