… ordentliches Chaos …

Tine so: „Wo soll ich denn das jetzt noch unterbringen? Weißt du, wo die Batterien sind? Könntest du mal bitte aufstehen? Ich müsste da mal dran. Motteeeee, geh mal da weeeheeg! Altaaaaaaaaa, wo hab ich denn jetzt die Kopflampe wieder hingelegt? Dominique!!! (mit kurzem „i“)“
Dominique: „Ich heiße nicht Dominique (mit kurzem „i“)! Ich geh dann mal ne Runde mit dem Hund!“

Tja, so wird das wohl noch ein paar Tage gehen, denn noch immer ist im Bus ordentlich Chaos. Wie nennt man das noch, wenn ein Paradoxon kein wirklicher Gegensatz ist? Ähh.. oder so? Dominique guckt grad nach, die Antwort kommt dann hoffentlich weiter unten.
Immerhin müssen wir uns momentan um Strom, Wasser und Feuerholz gerade keine Gedanken machen – und das kam so:

Freitags ist neuerdings in Osnabrück immer Akustiksession im Reisepavillon und da unsere Freundin Miri, die das ganze zusammen mit Ralf veranstaltet, noch ein paar Kleinigkeiten aus unserer Haushaltsauflösung bekommen sollte, fuhren wir dorthin.
Der Reiseplatz ist im Sommer Anlaufstelle und Stellplatz für das „Fahrende Volk“ und somit kulturell sehr belebt. Ralf, der den Platz verwaltet, ist selbst Musiker und spielt unter anderem Flitzefinger-Flamenco-Gitarre und Miri hat eine Wahnsinnsstimme!
Jedenfalls kamen wir früh genug an, um mit Motte noch einen ausgedehnten Spaziergang am Kanal zu machen, an dem der Reiseplatz liegt. Als wir zurückkehrten, waren auch schon die ersten Gäste da und es flossen Wasser, Met und Bier, die Gitarre erklang unter Ralfs Fingern und die anfänglich etwas steife Stimmung wurde sehr schnell ganz locker. Wir holten unsere Instrumente und – schwupps – waren wir plötzlich mitten in einem unverhofften Lauscher-Volkslieder-Konzert. Nicht, dass wir es drauf angelegt hätten, aber wir wurden immer wieder aufgefordert, weiter zu spielen. Es war ein witziger Abend, und es gab über die Lieder und die Zeit, in der sie entstanden, so viel zu erzählen, dass er zu einer regelrechten Geschichtsstunde wurde.In einigen Tagen gibt es vielleicht sogar ein paar Videos davon, mal sehn.

Wer Lust hat aktiv oder passiv an so einer Akustiksession teilzunehmen, kann einfach Freitags ab 20.00 Uhr zu folgender Adresse kommen: Reiseplatzpavillion Osnabrück, Brückenstraße 5

Da am kommenden Donnerstag Klaus der Geiger hier im Big Buttinsky spielt, beschlossen wir alle zusammen hin zu gehen. Das wird lustig! Im Big Buttinsky hatten wir auch mal ein sehr denkwürdiges Konzert, ein toller Laden! Ein Grund mehr, noch ein paar Tage zu bleiben.

Am Samstag wurden wir in die Osnabrücker Altstadt mitgenommen, wo wir bei Eiseskälte und Sonnenschein Straßenmusik machten. Osnabrück ist eine tolle Stadt! Das durften wir schon einmal entdecken und unser Eindruck wurde dieses Mal wieder bestätigt. Während wir es kennen, dass Straßenmusiker eher argwöhnisch beäugt oder doch zumindest krampfhaft ignoriert werden, hatten wir innerhalb kürzester Zeit eine Traube interessierter Menschen um uns versammelt, die sich auch nicht scheuten, zwischen den Liedern Fragen zu stellen. Da es wirklich kalt war, machten wir nur eine gute Stunde Musik, aber diese Stunde war für uns eine wahre Bereicherung! Das erste Mal hatten wir bei der Straßenmusik keine Sekunde lang das Gefühl, irgendjemandem in seinem Alltag zu stören.

Holz machen IJa, zurück zu Strom und Wasser:
Wir stehen jetzt gerade auf dem Reiseplatz, direkt neben dem Bus befindet sich ein Wasserhahn, welch ein Luxus!!!
Mit Strom sind wir auch versorgt, also –zack- Laptop an, Buchhaltung für das letzte Jahr zum Abschluss bringen (yeah, geschafft!) und Text für den Blog schreiben!

Holz machen IITja, und da wir für unseren Ofen Feuerholz brauchten und bei Ralf sowieso Holzmachen auf dem Programm stand, hat Dominique uns Holz erarbeitet: zusammen mit Ralf Stämme zersägen, die Stämme mit einer Schubkarre einen kleinen Hügel raufschieben, Stämme Holz machen IIIspalten, in handliche ofenfertige Scheite zersägen, wieder mit der Schubkarre einmal quer übern Platz und schön luftig stapeln – wie man das halt so macht. In den nächsten Tagen soll es hier schneien, und wir werden es muckelig warm haben.
Sobald die Sonne durch die Schneewolken lugt, werden wir wieder Straßenmusik machen, die Osnabrücker Altstadt lädt geradezu dazu ein! Außerdem haben wir das Geld vom letzten Mal jetzt in Menschen- und Hundefutter umgesetzt. Bald muss neues her. 

Achja, übrigens: Oxymoron. Hier sogar noch eher Contradictio in Adiecto. Ordentliches Chaos!

Menno, wo ist jetzt der Internet-Stick?

Tine, 20.01.2015

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