Reclam, ein Wintermärchen

IMG-20141022-WA0000Sowas ist Glück. Da hab ich doch meine Büchersammlung wegen des Umzugs in den Michel aufgeben müssen und quasi aufgelöst, weil für die dicken Schinken einfach kein Platz mehr da war. Außer für die kleine Reclam Sammlung, die noch hatte. Ihr wisst schon, diese kleinen, meist gelben Heftchen, durch die meine Mitschüler in der Schule getriezt wurden, die aber fast nie jemand gelesen hatte. Nicht so ich! geliebt hab ich sie und das hat sich bis heute nicht verändert. Schlussrichtig hatte ich die grandiose Idee, mir eine Reclam Bibliothek zusammenzustellen. Unser Prinzip, mit keinem oder nur wenig Geld auszukommen und es dann auch nur für notwendigste Dinge wie Essen oder Sprit oder … Essen auszugeben, wurde nun und in meinem Fall, auf den ersten Prüfstand gestellt. Folgerichtig startete ich einen Aufruf bei FB und durchforstete ebay und die ebay Kleinanzeigen in der Hoffnung, jemand möge meine Sammelleidenschaft stillen können. Auf FB war der Zuspruch enorm. Nicht nur waren Freunde aus der Ferne bereit, mir ihre Heftchen per Büchersendung und für mich komplett kostenlos zuzuschicken, was rührend war; auch wurden in Hamm Übergaben mit einem Treffen und Wiedersehen verbunden, was einfach toll war. Ich danke euch, Freunde, von ganzem Herzen. Den Vogel abgeschossen hat jedoch Martin, ein mir völlig unbekannter Mensch, der eine große Sammlung Bücher bei ebay eingestellt hatte, auf VB. Ich habe ihm per Nachricht unsere Situation geschildert und er hat zügig geantwortet, dass ich ihm doch etwas genauer schildern sollte, was meine literarischen Schwerpunkte sind. Danach habe ich zunächst nichts weiter gehört. Zeitgleich mussten wir leider eine Schleifmaschine kaufen und bei ebay bestellen, da wir Andys Leihmaschine geschrottet hatten. Ein Ersatz wurde selbstverständlich (und in diesem Fall sogar für Geld) bestellt und ein paar Tage später kam ein riesiges Paket an, in dem locker zwei von den Maschinen Platz gehabt hätten. Also gingen wir davon aus, dass eben dieses Paket gekommen war. Tine nahm da s Riesen Teil aus unseren Postsachen, las und übereichte es mir. Es war ein Paket von Martin, dessen Inhalt mich bass erstaunte und Geburtstagsgefühle weckte. Bis oben gefüllt mit Reclam Heftchen glänzte es im winterlichen Feuerschein und, wie er schrieb, hatte er nicht widerstehen können, mir auch noch ein paar andere Bücher, außer den Reclam Heften, mitzuschicken. In der Mitte, gut verpackt, war dann auch noch eine Flasche Wein, nichts für mich, eher für Tine, aber eine große Geste. Er wollte nicht mal Porto dafür. Danke, Martin. Vielen Dank für die Büchlein und die Gefühle. Es ist eine verrückte Zeit, in der wir leben. Eine großartige, lehrreiche und intensive Zeit.

Ich bin voller Demut.

Dominique

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