Es ist vollbracht !!!

Und schon wieder sind einige Wochen vergangen – ereignisreiche Wochen. Die Feiertage haben wir mit viel Arbeit und Blut und Schweiß, aber dafür ohne Tränen erlebt. Aber, es ist vollbracht!!!

Die alte Wohnung musste bis zum Jahresende übergeben werden. Da die aber immer noch nicht ganz leer war, und wir bei dieser Wegwerf- und Konsumgesellschaft nicht gern mitmachen möchten, starteten wir ein paar Aufrufe auf facebook, weil wir die Dinge lieber an Leute abgeben als sie auf den Sperrmüll zu werfen. Schön, dass fast alle Möbel zu neuen Besitzern kommen konnten. Das macht uns wirklich sehr glücklich!
alte WohnungFlohmarkt AktenchaosAuch bauten wir ein letztes Mal einen Stand auf einem Trödelmarkt auf, wo ein paar wirkliche Schätze ganz tolle neue Eigentümer gefunden haben. Bei einem „Kunden“ kann man vielleicht sogar sagen, der Schatz, ein Mantel, hat ihn gefunden und nicht umgekehrt. Wir haben dem netten Herrn von weitem schon angesehen, dass er ihn mitnehmen wird. Das war ein witziger Tag!
Was danach noch übrig war, wurde von uns zu einer caritativen Einrichtung gebracht, sodass auch der ganze Kleinkram endlich weg war. Als dann die Akten auf ein Minimum reduziert werden konnten, war die Wohnung dann doch fast leer.
Die Wohnung musste renoviert werden, knapp sieben Jahre Verwohnung haben ihr übriges getan, so war streichen, teilweise tapezieren (Tinte auf Tapete ist einfach nicht überstreichbar), Böden rausreißen und andere Renovier-Arbeiten zu tun. DasGanze, während wir noch in der leeren Wohnung (Matratze, Klapptisch, Klappstühle) hausten. Mit Details verschonen wir euch, da es uns wenig Spaß gemacht hat, und Bilder dazu gibt es auch nicht wirklich.
Michel Umbau    Wesentlich mehr Spaß hatten wir bei der weiteren Renovierung des Busses. Der Vorbesitzer hatte eine Duschkabine eingebaut. Wir brauchten aber den Platz und haben sie deshalb wieder demontiert. Die Duschkabine war komplett mit PVC beklebt gewesen und als wir das abspachtelten, bemerkten wir einen Wasserschaden um das Dachfenster herum. Das war schon blöd, konnte aber behoben werden. Ohne die Duschkabine wurde der Michel jedenfalls schön geräumig und man bekam einen besseren Eindruck davon, dass er einmal eine Wohnung werden würde.
Für noch mehr Geräumigkeit haben wir sämtliche Polster, die nicht zum Bett gehören, herausgenommen und uns gewundert, wie viel das ausmacht.

Boden legen im Michel geschnWas uns allerdings immer noch störte, war der Boden, da musste unbedingt ein neuer drauf. Da die Zeit rannte und uns nur wenige Tage Zeit bis zum Einzug bleiben sollten, entschieden wir uns, einen PVC auf den alten zu legen. Alle anderen Ideen hätten mehr Zeit und mehr Geld gekostet und/oder hätten wegen der Dicke des Bodens (z.B. Holz) zu viel von unserer Innenraumhöhe genommen. Wir fanden allerdings ein wirklich schönes Reststück Kork-Imitat-PVC, was uns mit dem Kompromiss doch sehr versöhnte.
Stauraum musste her. Wir haben immer noch viel zu viel Zeug, das untergebracht werden muss, also brauchten wir Stauraum. Wir schmissen den Hubtisch aus der hinteren Sitzecke raus, ihr wisst schon, diese Tische, die man runterfahren kann, damit man eine große Liegefläche erhält. Die Platte zersägten wir in der Mitte, bauten aus einem übriggebliebenen Regal aus der Wohnung eine Kiste. Die bauten wir so ein, dass ein Durchgang zur hinteren Tür blieb. Andere schon vorhandene Kisten modifizierten wir so, dass sie für unsere Belange passten.
Tisch vorherMotte brauchte noch einen guten Platz, bisher wurde sie im Michel immer nur hin und her geschickt, je nachdem wo sie war, immer war sie im Weg. Doof! Unter dem Tisch der vorderen Sitzecke war Platz für sie, allerdings mag sie keine Metallgeräusche (Welpentrauma) und der Tisch war mit einem wackeligen Hub-Bein versehen, dass ständig schepperte, wenn man an den Tisch kam. Den Platz wollte sie auf keinen Fall!

SAMSUNGSAMSUNG

Wir haben das Tischbein also abgebaut und einen schönen Stock drunter gesetzt. Das findet sie klasse! Den Stock kann man auch wegnehmen und eine Sitzbank bauen, sehr gemütlich!

Jetzt waren wir endlich bereit, einzuziehen.

gemütlich SAMSUNGSeit einigen Tagen wohnen wir jetzt im Bus, draußen ist ein warmer Januar, der Wind tobt und hier drin wird es so langsam gemütlich. Bis alles seinen Platz hat, wird es noch lange dauern, der Bus ist noch vollgestopft mit geliehenen Werkzeugen, Ersatzteilen und Elementen, die wir noch irgendwo einbauen wollen.
Aber immerhin ist das Bett nutzbar, der Ofen und der Herd auch, und es ist trotz des Chaos urgemütlich. Dem Hund geht es wesentlich besser als in der Baustellen-Wohnung und inzwischen ist auch mal Zeit für Bücher, kochen, Blog schreiben, Musik machen usw.

Im Advent haben wir übrigens in diesem ganzen Chaos noch einen Auftritt geschafft, Tine als skurriler Engel mit singender Säge und Dominique mit Waldzither – so haben wir dann Weihnachtslieder in der Atelieretage beim Kulturrevier Radbod gespielt. Schräg!

Dank an Misha und Rüdiger für eure tolle Unterstützung!Drei Engel

Letztes Wochenende hatten wir einen total lustigen Auftritt mit Das SYSTEM. Jetzt freuen wir uns auf unseren letzten Auftritt mit Andreas und Sören am 21.2. im Hoppegarden in Hamm. Und natürlich auf unsere Poetry Slams undWohnzimmerkonzerte.

Sehen wir uns da?

Lieben Gruß, Tine

PS: Da Dominique immer die Fotos schießt, gibt es von ihm kaum Bilder, ich gelobe Besserung! 😀

Hamm, 16.01.2015

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Zwischenstand Ende November 2014

Huiiii, der letzte Eintrag hier ist ja schon rund zehn Wochen her und seither ist so viel passiert!
Unser erster kleiner Unfall zum Beispiel, oder die TÜV-Prüfung, der Michel sieht jetzt auch ganz anders aus. Außerdem haben wir unsere Wohnung gekündigt, unseren Haushalt immer mehr unter andere Leute gebracht und mehr und mehr reduziert. Unsere Bude steht jetzt allerdings immer noch voll mit Zeug! Echt interessant, was man eigentlich alles nicht braucht.
Da sich so langsam für uns das Leben immer mehr mit dem des Autos vermischt, schreiben wir jetzt einfach alles hier in diese Rubrik. Es lässt sich jetzt einfach nicht mehr trennen in „Michel“, „Fahrt“, usw.
Tja, wo fangen wir an… vielleicht bei dem Teil mit Michels Erscheinungsbild.

Rost und Lack
Wir haben ja im letzten Beitrag schon geschrieben, dass wir den Michel ein paar Schönheitskuren unterziehen wollen. Was das heißt, seht ihr hier:

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Zuerst musste sämtlicher Rost freigelegt werden, also mit Drahtbürste und Schleifgeräten die Farbe und den Rost ab, Rost behandeln, teilweise auch Bleche ersetzen (schweißen und poppen). Dann kam per Rolle Rostschutzfarbe drauf, danach der Lack. Klingt einfach, war aber eine Mordsarbeit!
Mettis Vermieter hat uns mehr oder weniger vom Hof gejagt, da seiner Meinung nach laut Ordnungsamt auf seinem Platz nicht gearbeitet werden darf (Hä? Gewerbegebiet? Mehrere Werkstätten in der Straße? Idiot!). Also arbeiten wir nun bei Radbod, ein Kulturzentrum, bei dem wir bis vor Kurzem noch unseren Proberaum hatten. Hier werden wir jedenfalls nicht verscheucht, sondern von den älteren Herrschaften beim Seniorentanz sogar mit Kaffee versorgt. Ätsch! Naja, da wir nur bei trockenem Wetter arbeiten konnten, hat das Ganze echt lange gedauert, so ca. 6 Wochen. Naja, da wir absolute Anfänger sind, kann es auch daran gelegen haben, dass wir einfach langsam sind. 😉
Das mit dem Lack war noch ganz schön spannend, da wir den vorletzten Tag vor einer vorhergesagten Schlechtwetterphase nutzen wollten, um mit dem Lackieren fertig zu werden. Leider hatte die Vorhersage sich vertan, und wir fanden es gar nicht lustig, als eine halbe Stunde bevor wir fertig waren, plötzlich Regentropfen auf den frischen Lack fielen. Es waren nur ein paar, aber wir sahen schon vor uns, dass wir die wochenlange Arbeit umsonst getan hatten und nicht in den Genuss zu kommen, sagen zu können: Yay! Fertig! Sieht toll aus!
Wir haben also panikmäßig rumtelefoniert und tatsächlich einen Stellplatz um die Ecke bekommen. Danke hier noch mal an Dani und Heinrich (der sich an dem Tag auch noch vorher nen halben Finger weggesäbelt hat), dass wir den Michel in eure Werkstatt stellen konnten! Super! In der kommenden Nacht schüttete es wie aus Kübeln und wir waren soooo froh, ihn im Trockenen zu wissen!

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Unser erster kleiner Unfall (hoffentlich der letzte)
Auf dem Rückweg von Köln sind wir eines Nachts in einem Graben gelandet. Und das kam so:

IMAG1649 …super Parkplatz! 😉
Wir sind brav einem Umleitungsschild gefolgt und standen plötzlich in einer Sackgasse. Toll! Vor uns eine Wiese, auf der wir super hätten wenden können, wenn es nicht seit Stunden geregnet hätte und die Wiese einfach nur Matsche mit Gras gewesen wär.
Rechts von uns Einfamilienhäuser, gehobene Ausstattung, gepflegte Vorgärten. Keine Einfahrt zum Wenden.
Links von uns ein Stoppelfeld. Also Matsche mit Strohhalmen. Und ein Graben.
Hinter uns die enge Straße und geparkte Autos, an denen wir nur knapp vorbeigekommen waren. Super!
Wir also mit Elan und (zu viel) Mut rückwärts, leider zu weit links – in den Graben. Aaaaaaah!!!!! Es ging nix mehr! Nicht vor, nicht zurück! Die Schieflage war echt gruselig! Wir also samt Hund nach draußen und was wir da sahen, gefiel uns gar nicht! Die linken Hinterräder hatten sich schön im matschigen Graben eingebuddelt, das äußere rechte Rad hing in der Luft, der Wagen war in sich verdreht. Heute wissen wir, dass das so ein 508 locker mitmacht (Leiterrahmen), aber dort im Dunkeln, im Regen, völlig verfroren und total erschöpft vom Tag war das eine mittelschwere Katastrophe. Es sah so aus, als würde der Michel gleich auf die Seite kippen und dass es fröhlich weiterregnete, machte es nicht besser. Wir haben uns jedenfalls nicht wieder rein getraut.

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In einem der Einfamilienhäuser brannte noch Licht und es schien, als hätten sich die Nachbarn dort zu einem gediegenen Umtrunk getroffen. Leider war niemand dabei, der einen Trecker in der Scheune hat und der einzige Bauer, der ihnen einfiel, war nicht erreichbar.
Na gut. Dann musste der ADAC her. Das ging dann auch relativ schnell. Innerhalb einer Stunde war er da. Wir konnten uns das Elend allerdings nicht mit ansehen und gingen zurück zur Hauptstraße, um auf den sogenannten gelben Engel zu warten. Falls der Michel umkippen sollte, wollten wir das nicht mit ansehen!
Der Gelbe sagte nur „Ach du Scheiße!“. Dann sah er es doch als Herausforderung an, diesen 3,5t Wohnmobil-Opa zu retten. Er brauchte dann auch trotz seines offensichtlich großen Erfahrungsschatzes mehrere Anläufe, denn er konnte ja genauso wenig rangieren wie wir. Und sein Wagen war dann auch noch etwas größer. Mit viel Trickserei und Kraftumlenkung mittels Rollen hat er es dann auch geschafft, den Michel wieder auf die Straße zu kriegen. Wir waren echt happy!
Den restlichen Weg haben wir dann sehr genau auf neue Geräusche gelauscht, aber es schien alles in Ordnung zu sein. Die restliche Nacht haben wir dann auf einem Parkplatz in Wetter verbracht, da wir am nächsten Tag in Dortmund sein sollten. Wart ihr schon mal in Wetter? Toller Ort! Dort haben wir schon einige Male übernachtet. Die Wälder da sind toll! Mit Blick auf die Ruhr, herrlich! Nach dieser Nacht waren wir jedenfalls so durchgefroren, dass wir uns Schuhe anzogen, als wir in die Wälder gingen. Das ist eigentlich nicht weiter erwähnenswert, aber für Dominique war es das erste Mal in diesem Herbst (es war der 26.10.). Auch dies wäre nicht erwähnenswert gewesen, wenn wir nicht im Wald einen Barfußläufer getroffen hätten.
Er erzählte uns, dass er die Ruhr entlang geht, jetzt schon eine Woche unterwegs sei und noch etwa eine Woche weiter gehen wolle. Natürlich haben wir ihn erstmal ein wenig ausgequetscht und ein bisschen von uns erzählt. Ja, das war eine ganz schöne Begegnung und lenkte uns ein bisschen von der weniger tollen Nacht ab.
Ganz so glimpflich ist der Michel dann doch nicht davon gekommen. Den linken vorderen Lagerbock hat es zertrümmert. Das ist das Teil, das das Führerhaus quasi mit dem Fahrgestell verbindet. Oder so ähnlich.
Da der rechte auch schon ziemlich porös aussah, hieß es, beide zu ersetzen. Gut, dass es für den Michel noch (fast) alle Ersatzteile gibt!

TÜV
Tja, was sollen wir sagen? Keine Mängel!!!!!!!

Haushaltsauflösung
Es war schon ein cooles Gefühl, vor den Mitarbeitern der Hausverwaltung zu sitzen und zu sagen. „Hey, wir brauchen eure Wohnung nicht mehr!“.
Zum 1.1. ziehen wir dann also in den Bus, melden uns bei Freunden an und sind „frei“.
Wir lösen also unseren Haushalt auf. Wir verschenken, verkaufen, tauschen all die Dinge, die sich in den letzten Jahren angesammelt haben. Möbel, Bücher, CDs, Deko-Kram, Haushaltsdinge, Werkzeug, alles Mögliche.Unsere Küche sieht zwischendurch aus wie ein Trödelmarkt:
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Es gibt eine kleine Ecke in unserer Wohnung, in der sammeln wir Dinge, die wir behalten wollen, das werden sicherlich noch 8 Bananenkisten, voll besonderer CDs, Kostüme, Fotos, Akten etc. sein.
Wichtige Bücher (1 Kiste)und Instrumente, die nicht mit in den Bus sollen, haben wir bei einem befreundeten lesebegeisterten Musiker untergebracht, als Dauerleihgabe.
Bis heute sah unsere Küche zum Teil wie ein Trödelmarkt aus.
Wir freuen uns sehr darauf, zu entdecken, mit wie wenig Zeug wir leben können, und darauf, kreativ mit Mangel umzugehen.
Bis dahin heißt es aber noch kräftig weiter reduzieren, viel zu viel Ämterkram erledigen, die alte Wohnung leer und einigermaßen in Schuss bekommen (Kaution!) und die neue „Wohnung“ nach unsere Bedürfnissen umzubauen. Und dafür haben wir noch vier Wochen Zeit. Definitiv zu wenig!!!!
Ab Januar haben wir übrigens quasi nur noch das zum Leben, was wir mit der Musik verdienen, wer uns also gerne für ein Wohnzimmerkonzert einladen möchte, kann das gerne tun. Straßenmusik ist im Winter nicht ganz so toll! 😉

Die Kids
Viele wissen ja, dass Tine Kinder hat und fragen sicherlich, was mit denen passiert. Keine Sorge! Die werden nicht am Straßenrand ausgesetzt!
(Wir lassen ihre Namen hier mal weg.)
Der Große ist schon im letzten Jahr ausgezogen, die Mittlere zieht mit ihrer total freakigen, aber strengen Großmutter zusammen und der Kleine darf endlich mit seinem Vater zu seiner Oma ans Meer ziehen.
Es ist übrigens sehr interessant, dass sich Menschen, die Tine gar nicht kennen, ein Urteil über sie bilden, weil sie „ihre Kinder verlässt“. Dazu sagen wir hier mal nichts weiter, regen aber mal ein bisschen dazu an, darüber nachzudenken, warum das bei Vätern ganz anders gesehen wird. Bei Müttern ist es unvorstellbar, dass sie ihr Kind ein Jahr lang nicht sehen.
Mutter geht ein Jahr lang auf Tour, denn sie ist Musikerin: Rabenmutter!
Vater geht z.B. ein Jahr lang auf Forscherexpedition: Wie aufregend!

Der Hund

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Motte kommt mit.

Die Musik
Dominique hat sich ja momentan mit seiner Waldzither dem Volksliedgut des 19. Jahrhunderts verschrieben. Er möchte diese Volkslieder in die Welt tragen und versuchen, aus den jeweiligen Ländern, die wir bereisen, ein (oder mehrere) Volkslied(er) zu erlernen und weiter zu tragen.
Da trifft es sich gut, dass er in unserer Heimatstadt Hamm die Autorin Renate Hupfeld entdeckt hat, die eine Biographie über Theodor Althaus, einem Revolutionär des 19. Jahrhunderts (Vormärz) geschrieben hat. Mit ihr möchte er vor der Abreise noch ein paar Lesungen mit Volksliedern aus der Zeit veranstalten, falls jemand das hier liest und uns einladen möchte (Tine als Gastmusikerin natürlich auch), kann das gerne tun. Bis Anfang April sind wir noch in Deutschland.
Außerdem hat sich bei Tine ergeben, dass sie für 2016 nach New York eingeladen wurde, um dort bei einem Festival für singende Säge zu spielen. Das sieht sie natürlich als Ansporn, ihr Spiel zu verbessern (perfekt gibt es ja nicht).
Ach ja, mit Das SYSTEM gibt es übrigens noch zwei Auftritte und zwar am 10.01. in Kamen (Lüner Höhe) und am 21.02. in Hamm (Hoppegarden) und den Poetry-Slam machen wir noch bis März weiter.

So, das war jetzt mal ein ganz schön langer Eintrag, wir hoffen, er war trotzdem nicht langweilig.
Der nächste wird hoffentlich kürzer und nicht ganz so lange auf sich warten lassen.

Schaut einfach wieder rein.
Hamm, 29.11.2014

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Alte Beiträge hierher verschoben

Juhuuuu, wir haben ihn wieder zu Hause!

2 Wochen stand der Michel auf Mettis Hof, weil wir wegen der Organisation einer Großveranstaltung keine Zeit für ihn hatten. Dann hat es noch einmal 2 Wochen gedauert, in denen wir diagnostiziert, Ersatzteile (aus)gesucht, bestellt und auf selbige gewartet, den Michel repariert und nebenbei noch einige Roststellen aufgedeckt und beseitigt haben. So hat der Michel jetzt eine neue Lichtmaschine und den dazugehörigen Regler, zum Teil eine neue Bremsleitung, einen neuen Bremsschlauch und einige Kleinteile, die sowieso noch ersetzt werden mussten, z.B. Pedalgummis u. Sitzschienen.

IMAG1508 KopieTine unterm Michel

Vielen Dank hier noch mal an Metti und Rainer, die uns unermüdlich zur Seite stehen!

IMAG1507(1) KopieRainer und Metti

Im Oktober ist der TÜV fällig, das sollte kein Problem sein, aber dafür sind noch einige Schönheitsreparaturen sinnvoll. Der Michel soll ja schon einen guten Eindruck machen. Er soll von außen doch genau so fit aussehen wie er in seinen Eingeweiden ist.

2014-09-10 12.01.08größte /schlimmste Roststelle … wenns mehr nicht ist

Wenn der TÜV erledigt ist, machen wir uns an Michels Innenleben. Im Großen und Ganzen kann er so bleiben, allerdings werden wir definitiv die Dusche demontieren, wir brauchen mehr Platz. Und unser Hündchen Motte kriegt dann ihren eigenen Thron, von dem sie nicht ständig verjagt wird, weil die blöden Menschen mal wieder an irgendeine Klappe oder einen Schrank dran müssen.

Die letzten 4 Wochen haben uns gelehrt, dass man mit einem so alten Schätzchen nicht wirklich gut planen kann. Das war uns auch vorher schon klar, theoretisch. In der Praxis hieß das für uns, eine Großverantaltung mit allen Treffen und Besprechungen, logistischen Belangen und allem was dazu gehört, mit Fahrrädern zu schaffen. Das ging, war aber äußerst unschön! Außerdem mussten wir wegen der vielen Schrauberei auf vieles verzichten, auf das wir uns schon sehr gefreut hatten  (z.B. ein Festival und der NRW-Slam, bei dem eine von uns geschickte Slammerin dann ganz ohne uns antreten musste, kein wirkliches Drama, aber für uns nicht schön).

Und noch etwas hat uns die erste schraubintensive Zeit gelehrt:

Tine findet das Schrauben toll und will alles lernen und wissen. Dominique hingegen ist eher weniger autoschraubbegeistert. Er schraubt lieber an der Mechanik von Instrumenten.

Wir halten euch weiter auf dem Laufenden….

Hamm, 14.09.2014

Der Michel

Der Michel ist ein Mercedes 508, Baujahr 1972, ein Oldtimer also.

Wir stießen im Mai 2014 während unserer Internetrecherche auf ihn und fanden ihn direkt großartig. Da er aber 400km weit entfernt stand und wir nicht „mal eben“ vorbeifahren wollten, nur um dann wieder einmal zu sagen, nee, der ist nix, haben wir den Link erst einmal dem Daniel geschickt und ihn nach seiner Meinung gefragt.

Daniel wohnt in Köln und hat sich auf eben diese Mercedes-Baureihe spezialisiert und hat echt Ahnung!

Daniels Antwort hat uns erstmal vom Hocker gehauen: „Ich bin gerade da in der Ecke, ich schau mir den mal an. Also, Besichtigungstermin, Probefahrt und dann das Urteil: „Jau, der könnt es sein!“

2014-05-31 08.55.41Motte und Michel und Monsterwohnmobil

Nach einigem Hin- und Hergemaile mit dem Vorbesitzer war dann klar, wir holen den Michel zu uns.

Uns fehlte allerdings noch etwas Geld und so riefen wir zu einer Geldleihaktion im Freundeskreis auf. Die Reaktionen waren umwerfend! Insgesamt 150€ bekamen wir sogar geschenkt, weil „es einfach eine tolle Sache ist“. So hatten wir das Geld innerhalb von wenigen Tagen beisammen. Dank an euch liebe Menschen mit dem lockeren Geldbeutel!

Wir sind also nach Heilbronn gefahren und wurden erst einmal von J.K., dem Vorbesitzer abgeholt. Da wir nicht wissen, ob er hier gern genannt werden möchte, kürzen wir ihn einfach mal ab.

Natürlich hatten wir ein bisschen Angst, denn schließlich hatten wir die Katze im Sack gekauft, ungesehen! Aber der Michel war genau so wie wir ihn uns vorgestellt hatten. Beschreibungen und Fotos waren in keiner Weise geschönt.

J.K. hat den Michel 1979 von Michelin gekauft und ihn ausgebaut, mit Küche, Bett, Dusche und allem Pipapo. Und seitdem hat er und später auch seine (darin gegründete) Familie unheimlich viel mit dem Michel erlebt. In Marokko, China und vielen anderen Ländern sind sie im Lauf der Zeit gewesen. Da er inzwischen viel arbeitet und keine Zeit für ausgedehnte Urlaube hat (mit dem Michel kommt man ja auch nur langsam voran), stand der Michel meist in seinem Winterquartier.

Wir können euch sagen, das war ein schwerer Abschied vom Michel! „Wir verkaufen euch unsere Jugend.“ war der Satz, der uns zum Schlucken gebracht hat. Naja, 35 Jahre sind ja auch schon eine Hausnummer! Wir versprachen, ihn auf dem Laufenden zu halten und Bilder zu schicken und erzählten von dem Plan, einen Blog zu schreiben. So standen J.K. und seine Frau am Straßenrand und verdrückten sich so manche Träne, als wir nach vielen tollen Tips und einer Einführung, wie man den Michel am besten behandeln sollte, einstiegen.

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…die ersten Fahrten…

Der Michel ist ein Opa, weshalb er auch besondere Zuwendung braucht. Im Laufe des Sommers 2014 hat er uns einige seiner Macken, Roststellen und Bedürfnisse gezeigt. Und so machen wir uns jetzt daran, das Ganze in Angriff zu nehmen.

Eine neue Lichtmaschine muss her, die Bremsleitungen sind nicht mehr so ganz fit, der Rost muss weg und im Zuge dessen bekommt der Michel eine neue Farbe. Im Moment steht er auf dem Hof unseres Lieblingsschraubers Metti, wo wir ihn mehrmals wöchentlich besuchen und nach und nach lernen, wie wir die Dinge reparieren.

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Spannend!

So, bis hierhin, Fortsetzung folgt…

Hamm, 07.09.2014

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Vor der Fahrt

IMG_0740Hier beginnt sie nun – unsere Fahrt und das damit verbundene Aufgeben von Wohnung, Ort und möglichst Konsum. Dafür schenken wir uns und unsere Musik der Welt oder zunächst Europa.

Alles beginnt mit dem Michel, unserem 42 Jahre alten 508, dem Neuzugang in der Lauscherfamilie.

Mit diesem Blog nehmen wir euch mit in den neuen Lebensentwurf. Es gibt Tagebuchnotizen, Gedichte, Fotos, Musik und allerlei abenteuerliches über Schrauberei, Busleben, Couchsurfing, Kräutersammeln, Waldleben, Tiere und alles was uns einfällt.

Hier werden auch politische und philosophische Bereiche nicht ausgespart und dank der Kommentarfunktion kann man mit uns diskutieren, das sind wir gewohnt.

Wir freuen uns auf alles was uns begegnet und dem wir begegnen dürfen.

 

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